Ernährung und Stress ist nicht nur ein Schlagwort, oder ein wichtiges Thema, in meiner Praxis ist es mehr oder weniger DAS Thema. Denn bei allem guten Willen, Vorsätzen, Motivation und auch Wissen meiner kundigen Kund*innen, pfuscht ihnen genau das rein. Versalzt die Suppe. Verhaut den Plan. Macht Frust. Darum schauen wir wieder hin. Auf Ernährung bei Stress ab 40: Wie Cortisol, Hormone und Essen zusammenhängen. 

Kurz- & knackig für Dich

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

Stress wirkt nicht nur im Kopf, sondern tief im Körper. Besonders ab 40 und in der Perimenopause reagiert das Stresssystem empfindlicher, weil hormonelle Veränderungen die innere Balance beeinflussen. Chronisch erhöhte Stresshormone können den Stoffwechsel belasten, den Blutzucker destabilisieren und die Gewichtsentwicklung verändern. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle! Regelmäßige, nährende Mahlzeiten unterstützen den Körper, statt ihn zusätzlich unter Druck zu setzen. In diesem Artikel erzähle ich dir, warum „weniger essen“ in dieser Lebensphase oft kontraproduktiv ist und was dein Körper stattdessen braucht.

Viel Freude und gute Erkenntnisse!

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

First things first: Was ist Stress und wie reagiert dein Körper?

„Plötzlich“ ist alles irgendwie anders

Viele Frauen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie merken, dass ihr Körper anders reagiert als früher. Ich übrigens auch. Ich spreche also aus Erfahrung. ;) Dinge, die lange funktioniert haben, verlieren ihre Wirkung. Das betrifft nicht nur das Gewicht, sondern auch Energie, Schlaf, Stimmung und Belastbarkeit. Oft entsteht dabei ein innerer Konflikt. Einerseits ist da das Wissen über gesunde Ernährung (hallo Frau Diätologin?!), andererseits das Gefühl, dass all dieses Wissen den eigenen Körper nicht mehr zuverlässig erreicht.

Stress spielt in diesem Zusammenhang eine größere Rolle, als vielen bewusst ist. Er kann aus der psychologischen und physiologischen Ecke kommen. Beides ist bis zu einem gewissen Grad positiv, und kann uns resilienter machen. Wenn es jedoch zuviel wird, führt das häufig dazu, dass wir gewisse Dinge vernachlässigen. Wir ernähren uns schlechter, machen weniger gezielte Bewegung, vernachlässigen Sozialkontakte… und manchmal kommt es dann zur Gewichtszunahme. Problematisch wird es also, wenn der Stress zum Dauerzustand wird.

  • Akuter Stress: Eine kurzfristige, intensive Reaktion auf eine konkrete Bedrohung. Der Körper schüttet Adrenalin aus, der Herzschlag beschleunigt sich – wir sind bereit für „Kampf oder Flucht“. Diese Reaktion ist überlebenswichtig und normal.
  • Chronischer Stress: Hält die Belastung über Wochen und Monate an (z.B. durch berufliche Sorgen, familiäre Konflikte), bleibt der Körper in ständiger Alarmbereitschaft. Dies führt zu einer dauerhaften Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Wie wir und ob wir Stress empfinden hängt auch sehr stark davon ab, wie wir Situationen bewerten. Schnell sagen wir heutzutage „es ist stressig“, doch manchmal ist es auch positiver Stress, im Sinne einer Herausforderung, Aktivierung. Achte als auch darauf, was und wie schnell du als Stress betitelst und wie du es bewertest.

Um zu verstehen, warum Ernährung unter Stress plötzlich eine andere Bedeutung bekommt, lohnt es sich, ein bisschen genauer hinzusehen, wie der Körper Belastung verarbeitet.

Stress ist ein biologisches Programm

Stress ist zunächst eine vollkommen natürliche Reaktion. Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, auf Herausforderungen zu reagieren. Sobald eine Situation als potenziell bedrohlich eingeschätzt wird, setzt ein komplexes hormonelles Zusammenspiel ein. Über die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse werden Stresshormone ausgeschüttet, allen voran Cortisol.

Cortisol hat die Aufgabe, Energie verfügbar zu machen. Es sorgt dafür, dass Glukose ins Blut gelangt, dass Entzündungsprozesse kontrolliert werden und dass der Körper handlungsfähig bleibt. Kurzfristig ist das sinnvoll und notwendig. Problematisch wird es dann, wenn diese Stressreaktion nicht mehr abklingt. Denn bei chronischem Stress bleibt der Cortisolspiegel über längere Zeit erhöht. Der Körper befindet sich dann nicht mehr im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, sondern in einem Zustand dauerhafter Alarmbereitschaft. Dieser Zustand bleibt nicht ohne Folgen.

Was chronischer Stress im Stoffwechsel bewirkt

Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel verändert die Art, wie der Körper mit Energie umgeht. Cortisol signalisiert „Unsicherheit“. Biologisch betrachtet bedeutet das, dass der Körper beginnt, Reserven anzulegen. Fett wird bevorzugt gespeichert, insbesondere im Bauchraum. Dieses sogenannte viszerale Fett ist metabolisch aktiv und unterscheidet sich deutlich vom Unterhautfettgewebe, das ich manchmal liebevoll „Schnurzeln“ nenne.

Viszerales Fett produziert entzündungsfördernde Botenstoffe und beeinflusst dadurch den Hormonhaushalt. Es steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und einer vermehrten Belastung der Leber. Bauchfett ist daher weniger ein kosmetisches Thema als vielmehr ein Hinweis auf eine tiefere Stoffwechselbelastung und ein gesundheitliches Problem!

Da haben wir also die Erklärung für den „Stress-Bauch“

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

Perimenopause: Warum der Körper jetzt weniger Spielraum hat

In der Perimenopause verändern sich die hormonellen Rahmenbedingungen nocheinmal grundlegend. Der Östrogenspiegel beginnt zu schwanken, Progesteron nimmt im Zyklus häufig früher und deutlicher ab, und genau diese hormonelle Instabilität macht das Stresssystem empfindlicher, denn Cortisol und Sexualhormone stehen in enger Wechselwirkung. Wenn die hormonelle Pufferkapazität sinkt, wirkt sich Stress schneller und unmittelbarer auf Schlaf, Stimmung, Gewicht und Blutzuckerregulation aus.

In dieser Phase reagiert der Körper auch besonders sensibel auf einen Energiemangel. Stark restriktive Diäten, unbewusstes und chronisches unterkalorisches Essen, lange Essenspausen (intermittierendes Fasten, 16:8 etc!) oder das bewusste „Aushalten“ von Hunger werden oft als Disziplin oder Selbstkontrolle interpretiert. Biologisch betrachtet sind sie jedoch ein zusätzliches Stresssignal. Der Körper erhält die Botschaft, dass die Ressourcen knapp sind, und reagiert mit einer verstärkten Cortisolausschüttung. Das kann zu verstärkter Fetteinlagerung, Heißhunger, innerer Unruhe und zunehmender Erschöpfung führen.

Gerade in der Perimenopause ist es daher wichtiger denn je, den Körper regelmäßig und ausreichend zu versorgen. Ihn verlässlich zu nähren. Auf allen Ebenen übrigens, nicht nur ernährungsmässig. Aber bleiben wir da: Energie, Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und Mikronährstoffe werden jetzt nicht nur für den Alltag gebraucht, sondern auch für hormonelle Anpassungsprozesse. Wer in dieser Phase versucht, sich über längere Zeit in einem starken, energetischen Defizit zu halten, nimmt dem Körper genau jene Ressourcen, die er benötigt, um Stabilität herzustellen. Es mag kurzfristig Kontrolle vermitteln, langfristig verstärkt es jedoch oft genau jene Symptome, die eigentlich reduziert werden sollen.

Eine gut strukturierte, nährende Ernährung ist eine Form von physiologischer Unterstützung. Sie hilft dem Nervensystem, sich zu beruhigen, dem Stoffwechsel, flexibler zu reagieren, und dem Körper, den hormonellen Übergang mit weniger Reibung zu bewältigen.

Stress, Cortisol und Snacks

Ernährung bei Stress

 

 

Unter Stress verändert sich nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch der Nährstoffbedarf

Der Körper verbraucht vermehrt Magnesium, B-Vitamine und bestimmte Aminosäuren. Gleichzeitig reagiert er empfindlicher auf Blutzuckerschwankungen. Längere Essenspausen, sehr kohlenhydratarme Mahlzeiten oder stark verarbeitete Lebensmittel können den Stresspegel zusätzlich erhöhen, auch wenn sie theoretisch als „gesund“ gelten.

Heftige Blutzuckerabfälle werden vom Körper als Gefahr interpretiert. Um gegenzusteuern, wird Cortisol ausgeschüttet, das wie du weißt nun wieder den Blutzucker anhebt. Dieser Mechanismus ist sinnvoll, kann aber bei häufigen Schwankungen zu einem dauerhaften Stresssignal werden. Regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend komplexen Kohlenhydraten wirken hier stabilisierend, weil sie Sicherheit vermitteln.

Die Ernährung ist daher ein mächtiger Hebel, um die negativen Auswirkungen von chronischem Stress abzufedern. Eine bewusste Lebensmittelauswahl kann helfen, die Stressreaktion des Körpers zu regulieren und die Nerven zu stärken, und den Stoffwechsel gesund zu erhalten!

Grundsätze einer nervenstarken Ernährung
  1. Blutzucker stabil halten: Starke Blutzuckerschwankungen sind für den Körper purer Stress. Bevorzuge komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte) und iss regelmäßig über den Tag verteilt.
  2. Nährstoffdichte Lebensmittel wählen: Dein Körper verbraucht unter Stress vermehrt wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Eine nährstoffreiche Ernährung ist daher essenziell.
  3. Entzündungen hemmen: Chronischer Stress fördert stille Entzündungen im Körper. Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien wirkt dem entgegen.
  4. Auf den Darm achten: Der Darm und das Gehirn stehen in direkter Verbindung („Darm-Hirn-Achse“). Eine gesunde Darmflora unterstützt die psychische Widerstandsfähigkeit. Dazu gehört auch (auch wenn es schwer fällt) in Ruhe zu essen, zu vernünftigen Zeiten und gut zu kauen.
Darm, Nervensystem und emotionale Belastbarkeit

Der Darm spielt im Stressgeschehen eine zentrale Rolle. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse stehen Verdauung und Nervensystem in ständigem Austausch. Chronischer Stress kann die Darmbewegung verändern, die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut erhöhen (we do not want that) und die Zusammensetzung der Darmflora negativ beeinflussen.

Umgekehrt kann eine stabile Verdauung die psychische Widerstandskraft stärken. Dabei geht es nicht nur um Lebensmittel (Tipp: ballaststoffreich!), sondern auch um Essverhalten. In Ruhe zu essen, zu den passenden Zeiten, ordentlich zu kauen und dem Körper Zeit für Verdauung zu geben, sind einfache, aber wirkungsvolle Signale an das Nervensystem.

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

Die Rolle einzelner Nährstoffe im Stressgeschehen

Bestimmte Nährstoffe spielen im Zusammenhang mit Stress eine besonders wichtige Rolle. Magnesium wirkt beispielsweise regulierend auf das Nervensystem und unterstützt die Muskelentspannung. B-Vitamine sind entscheidend für die Energiegewinnung und die Bildung von Neurotransmittern, die Stimmung und Belastbarkeit beeinflussen. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und können die Stressreaktion dämpfen.

Auch Tryptophan, eine Aminosäure, verdient Beachtung. Sie dient als Vorstufe von Serotonin, einem Neurotransmitter, der die emotionale Stabilität unterstützt. Unter chronischem Stress kann die Verfügbarkeit von Tryptophan eingeschränkt sein, was sich auf Stimmung und Schlaf auswirken kann.

Fehlen diese Nährstoffe über längere Zeit, reagiert der Körper sensibler auf Belastung. Stress wird schneller als überwältigend erlebt, selbst wenn sich die äußeren Umstände nicht verändert haben.

Die „Comfort Food“ und Snack-Falle

Unter Stress neigen viele Menschen dazu, zu fett- und zuckerreichen „Trostnahrungsmitteln“ zu greifen. Diese Lebensmittel aktivieren kurzfristig das Belohnungssystem im Gehirn und dämpfen negative Gefühle. Langfristig verstärken sie jedoch die Gewichtszunahme, fördern Entzündungen und führen zu einem Nährstoffmangel. Etwa 40% der Menschen reagieren auf Stress mit vermehrtem Essen („Stress-Esser“), während weitere 40% weniger essen („Stress-Hungerer“). Die verbleibenden 20% zeigen keine Veränderung. Erkenne dein eigenes Muster!

Hier kannst du weiterlesen zum Thema Stress und Snacks.

Einfluss von Lebensmitteln und Nährstoffen – ein paar Beispiele:
  • Kohlenhydrate und Zucker: Kohlenhydratreiche Lebensmittel führen zu einem Anstieg des Insulinspiegels, das kann tatsächlich den Cortisolspiegel (kurzfristig) senken. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Zuckerkonsum die Reaktivität der HHN-Achse auf akute Stressoren dämpft. Das führt oft zu einem maladaptiven „Comfort Food“-Essverhalten. Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) hingegen provoziert Cortisolspitzen. Die Lösung? Genug Energie konsumieren, komplexe Kohlenhydrate bevorzugen und nur kleine Mengen Zucker zu sich zu nehmen – in Kombination mit einer Mahlzeit.

  • Aminosäuren (z.B. Tryptophan): Die Aminosäure Tryptophan dient als Vorstufe für Serotonin, das als Gegenspieler von Cortisol die Stimmung stabilisiert und die Stressantwort dämpfen kann.
  • Magnesium: Dieses Mineral gilt als natürlicher Gegenspieler von Cortisol, da es die Reizübertragung in Muskeln und Nerven reguliert und die Freisetzung von Stresshormonen reduziert.

  • Omega-3-Fettsäuren: Wirken entzündungshemmend und können die Cortisolproduktion reduzieren.

  • Adaptogene: Bestimmte Pflanzenstoffe wie Ashwagandha, Rosenwurz (Rhodiola rosea) und Tulsi (Heiliger Basilikum) helfen dem Körper, sich an Stress anzupassen.

  • Kakao: Die im Kakao enthaltenen Flavonoide können die Ausschüttung von Cortisol verringern.

  • Koffein und Alkohol: Beide Substanzen wirken als Stressoren, die den Cortisolspiegel ansteigen lassen können, also Achtung!

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

Dein Mahlzeitenrhythmus und die innere Uhr

Auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme beeinflusst das Stresssystem. Der Cortisolspiegel folgt einem natürlichen Tagesrhythmus. Ein Frühstück (und das Timing des ersten Kaffees!) kann helfen, diesen Rhythmus zu stabilisieren, während sehr späte Abendmahlzeiten den Körper in einem aktiven Zustand halten können, der den Schlaf beeinträchtigt.

Regelmäßigkeit vermittelt dem Nervensystem Vorhersehbarkeit. Diese Form von Struktur wirkt beruhigend, besonders in Phasen hoher Belastung.

Hier kannst du mehr zum Thema Chronobiologie und Mahlzeitenrhythmus lesen.

Merke:
  • Frühstück: Das Auslassen des Frühstücks steht im Zusammenhang mit einem gestörten Cortisolrhythmus und kann zu höheren Werten im weiteren Tagesverlauf führen! Die Lösung: Nimm (zumindest ein kleines) Frühstück ca. 1h nach dem Aufstehen ein.

  • Abendessen und Nachtfasten: Späte Mahlzeiten sind mit erhöhten Cortisolwerten und einer Gewichtszunahme assoziiert. Time-Restricted Eating (TRE), bei dem das Essensfenster zeitlich begrenzt wird, kann die Schlafqualität durch niedrigere nächtliche Cortisolwerte verbessern.

  • Regelmäßigkeit: Strukturierte Mahlzeiten helfen, Blutzuckerschwankungen und dadurch bedingte Cortisolspitzen zu vermeiden.

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

Reminder: Es muss wirklich nicht perfekt sein!

„Stressfreundliche“ Ernährung bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Sie ist kein weiteres Projekt, das optimiert werden muss. Damit würdest du dir wahrscheinlich noch mehr Stress machen. Vielmehr geht es darum, deinen Körper in einer herausfordernden Phase zu unterstützen und ihm die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Bevor du also startest, alles noch perfekter machen zu wollen, schau auch auf diese Punkte:

Einfache aber wirksame Tipps zum Stressmanagement
  1. Bewusst durchatmen (4-7-8-Atmung): 4 Sek. einatmen, 7 Sek. halten, 8 Sek. ausatmen.
  2. Pausen bewusst einplanen, gerne in den Kalender!
  3. Entspannung aktiv suchen (Progressive Muskelentspannung): Muskelgruppen an- und entspannen. Atemtechniken, Yoga, Spaziergänge oder Meditation helfen!
  4. Ausreichend Schlaf (7–8 h) unterstützt Stoffwechsel und Hormonbalance
  5. Grenzen setzen und „Nein“ sagen: Eigene Kapazitäten realistisch einschätzen.
  6. Regeneration priorisieren (Abendritual): Bildschirme aus, Tee trinken, lesen.

Sodale, wenn du jetzt bereit bist (weil du zumindest Punkt 1 gerade gemacht hast), dann starte mit der Anpassung deiner Ernährung! Ich unterstütze dich gerne dabei.

Ernährung bei Stress ab 40: Cortisol, Hormone und Essen

9 nährstoffreiche Gerichte für starke Nerven (ein bisschen Inspiration)

Frühstück

1. Magnesium-Power-Porridge

Zutaten (1 Portion):

  • 60g Haferflocken
  • 200ml Mandelmilch (oder Kuhmilch)
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 EL gehackte Walnüsse
  • 1 kleine Banane in Scheiben
  • 1 TL Kakao (ungesüßt)
  • 1 TL Honig
  • Prise Zimt

Zubereitung: Haferflocken mit Mandelmilch in einem Topf aufkochen und bei niedriger Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Mit Kakao und Zimt würzen. In eine Schüssel geben und mit Bananenscheiben, Kürbiskernen, Walnüssen und einem Teelöffel Honig garnieren.

Warum Anti-Stress? Haferflocken liefern Magnesium und B-Vitamine, Kürbiskerne sind reich an Magnesium und Zink, Walnüsse enthalten Omega-3, Bananen liefern Tryptophan und Kakao enthält stimmungsaufhellende Flavonoide.

2. Lachs-Avocado-Vollkornbrot

Zutaten (1 Portion):

  • 2 Scheiben Vollkornbrot
  • 80g Räucherlachs (oder frischer Lachs)
  • 1/2 Avocado
  • 2 Eier (gekocht oder als Rührei)
  • Handvoll Spinat
  • Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Vollkornbrot leicht toasten. Avocado zerdrücken und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Auf das Brot streichen. Frischen Spinat, Räucherlachs und gekochte Eier darauf anrichten.

Warum Anti-Stress? Lachs ist eine hervorragende Omega-3-Quelle, Avocado liefert gesunde Fette und Magnesium, Eier enthalten B-Vitamine und Tryptophan, Vollkornbrot stabilisiert den Blutzucker.

3. Beeren-Nuss-Smoothie-Bowl

Zutaten (1 Portion):

  • 100g gemischte Beeren (Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren)
  • 200g Naturjoghurt oder Skyr
  • 1 EL Leinsamen (geschrotet)
  • 1 EL Mandeln (gehackt)
  • 1 EL Haferflocken
  • 1 TL Honig
  • Minzblätter zur Deko

Zubereitung: Beeren mit Joghurt/Skyr im Mixer pürieren. In eine Schüssel geben und mit Leinsamen, Mandeln, Haferflocken und Honig toppen. Mit Minzblättern garnieren.

Warum Anti-Stress? Beeren sind reich an Antioxidantien, Joghurt/Skyr liefert Tryptophan und B-Vitamine, Leinsamen enthalten Omega-3, Mandeln sind magnesiumreich.

Mittagessen

1. Quinoa-Bowl mit Lachs und Brokkoli

Zutaten (1 Portion):

  • 80g Quinoa (Trockengewicht)
  • 150g Lachsfilet
  • 150g Brokkoli-Röschen
  • 1 Handvoll Spinat
  • 1/2 Avocado in Scheiben
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 TL Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Quinoa nach Packungsanleitung kochen. Brokkoli dämpfen. Lachs in der Pfanne mit etwas Olivenöl braten oder im Ofen garen. Quinoa, Brokkoli, Spinat, Lachs und Avocado in einer Bowl anrichten. Mit Kürbiskernen bestreuen und mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeln. Ich persönlich stehe ja nicht wahnsinnig auf Quinoa. Falls es dir auch so geht versuch Naturreis, Buchweizen, Kichererbsenrisoni…

Warum Anti-Stress? Lachs liefert Omega-3, Quinoa ist reich an Magnesium und B-Vitaminen, Brokkoli enthält Antioxidantien, Kürbiskerne liefern Magnesium und Zink.

2. Linsen-Dal mit Spinat und Vollkornreis

Zutaten (1 Portion):

  • 80g rote Linsen
  • 70g Vollkornreis (Trockengewicht)
  • 1 Handvoll frischer Spinat
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 200ml Kokosmilch (light)
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Vollkornreis kochen. Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Linsen, Gewürze und Kokosmilch hinzufügen, 15-20 Minuten köcheln lassen. Spinat unterheben. Mit Vollkornreis servieren.

Warum Anti-Stress? Linsen sind reich an B-Vitaminen, Magnesium und Tryptophan. Vollkornreis stabilisiert den Blutzucker. Spinat liefert Magnesium und Folsäure. Kurkuma wirkt entzündungshemmend.

3. Huhn-Gemüse-Pfanne mit Süßkartoffeln

Zutaten (1 Portion):

  • 150g Hühnerbrust
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel (ca. 200g), gewürfelt
  • 1 Paprika, gewürfelt
  • 100g Zucchini, in Scheiben
  • Handvoll Cashewkerne
  • 1 TL Olivenöl
  • Sojasauce, Ingwer, Knoblauch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Süßkartoffel im Ofen bei 200°C für 20-25 Minuten backen. Hähnchenbrust in Streifen schneiden und in der Pfanne anbraten. Paprika und Zucchini hinzufügen, mitbraten. Mit Sojasauce, Ingwer und Knoblauch würzen. Cashewkerne darüberstreuen. Mit Süßkartoffeln servieren.

Warum Anti-Stress? Das Hühnerfleisch liefert B-Vitamine und Tryptophan. Süßkartoffeln enthalten komplexe Kohlenhydrate und Beta-Carotin. Cashewkerne sind reich an Magnesium. Buntes Gemüse liefert Antioxidantien.

Abendessen

1. Makrele mit Ofengemüse und Kartoffeln

Zutaten (1 Portion):

  • 100g Makrelenfilet (geräuchert)
  • 200g Kartoffeln, in Spalten
  • 1 Zucchini, in Scheiben
  • 1 rote Paprika, gewürfelt
  • 100g Kirschtomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Kartoffeln und Gemüse auf einem Backblech verteilen, mit Olivenöl beträufeln, mit Kräutern würzen. Bei 200°C für 25-30 Minuten backen und etwas abkühlen lassen. (Super Meal Prep!) Die Makrele zerpflücken (Achtung auf Gräten) und über dem abgekühlten Ofengemüse verteilen. Wer mag kann die Räuchermakrele gegen ein Lachsfilet tauschen und dieses gleich mitbacken, das passt besser für ein warmes Gericht.

Warum Anti-Stress? Makrele ist extrem reich an Omega-3-Fettsäuren. Kartoffeln liefern komplexe Kohlenhydrate und B-Vitamine. Buntes Gemüse enthält Antioxidantien.

2. Kichererbsen-Spinat-Curry mit Naturreis

Zutaten (1 Portion):

  • 1 Dose Kichererbsen (240g Abtropfgewicht)
  • 70g Naturreis (Trockengewicht)
  • 2 Handvoll frischer Spinat
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Dose gehackte Tomaten (200g)
  • 100ml Kokosmilch
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Naturreis kochen. Zwiebel in Olivenöl anbraten. Kichererbsen, Tomaten, Kokosmilch und Gewürze hinzufügen. 10-15 Minuten köcheln lassen. Spinat unterheben. Mit Naturreis servieren.

Warum Anti-Stress? Kichererbsen sind reich an B-Vitaminen, Magnesium und Tryptophan. Spinat liefert Magnesium und Folsäure. Naturreis stabilisiert den Blutzucker. Kurkuma wirkt entzündungshemmend.

3. Ofen-Feta mit Walnüssen und Vollkornbrot

Zutaten (1 Portion):

  • 200g Feta
  • 150g Kirschtomaten
  • 1 Handvoll frischer Spinat
  • 2 EL gehackte Walnüsse
  • 1 TL Olivenöl
  • Oregano, Thymian
  • 2 Scheiben Vollkornbrot
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Feta in eine Auflaufform geben. Kirschtomaten und Spinat darum verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Kräutern würzen. Bei 180°C für 15-20 Minuten backen, bis der Feta weich ist. Vor dem Servieren mit den gehackten Walnüssen bestreuen. Mit Vollkornbrot servieren.

Warum Anti-Stress? Feta liefert Tryptophan und B-Vitamine. Walnüsse sind reich an Omega-3 und Magnesium. Spinat enthält Magnesium und Folsäure. Vollkornbrot stabilisiert den Blutzucker.

Fazit am Schluss

Stress ist kein persönliches Versagen und Gewichtszunahme kein Zeichen mangelnder Disziplin. Beides sind häufig Ausdruck eines Körpers, der über längere Zeit versucht hat, sich anzupassen und zu schützen. Gerade in der Lebensmitte und während der Perimenopause wird deutlich, wie eng Stress, Hormone und Stoffwechsel miteinander verwoben sind. Ernährung kann diese Prozesse nicht aufheben, du kannst deinen Stress nicht „wegessen“, aber sie kann entscheidend dazu beitragen, die Folgen abzufedern.

Eine gut strukturierte, regelmäßige und nährstoffreiche Ernährung wirkt in dieser Phase stabilisierend auf das Nervensystem, unterstützt hormonelle Anpassungen und entlastet den Stoffwechsel. Nicht Kontrolle, Verzicht oder „Durchhalten“ bringen hier Entlastung, sondern Verlässlichkeit und Versorgung. Wenn du beginnst, den eigenen Körper als Verbündeten zu betrachten und seine Signale ernst zu nehmen, schaffst du die Grundlage für mehr Stabilität, Energie und innere Ruhe!

Die Kernbotschaften:

  • Chronischer Stress fördert die Einlagerung von Bauchfett.
  • Eine nährstoffreiche, entzündungshemmende Ernährung schützt deine Nerven.
  • Stabile Blutzuckerspiegel durch regelmäßige, vollwertige Mahlzeiten entlasten dein Stresssystem.
  • Reduziere Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel.

Mit Ernährung kannst du Stress nicht „wegessen“, aber:

  • sie kann Cortisolspitzen abflachen,
  • Nährstoffdefizite vermeiden,
  • und die Stress-Toleranz messbar verbessern.

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Ich bin Birgit, Diätologin „der anderen Art“, manchmal frech, und mit Leidenschaft bei den Themen gesund und fit älter werden & jung und fesch bleiben für Frauen 40 plus. Ja, wenn du ein Mann bist und deinen Lebensstil umkrempeln willst, bist du auch herzlich willkommen!

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